Die Chance auf eine völlige Heilung der Borderlinestörung ist eher gering, sie ist umso geringer, je früher
und je intensiver die Störung ausbricht. Zur Zeit geht man davon aus, dass bei rund 10% der
Borderlinepersönlichkeiten die Störung im Laufe der Zeit so weit zurückgeht, dass die Diagnose Borderline
nicht mehr zutrifft (obwohl die meisten Betroffenen nach wie vor Symptome einer leichten
Persönlichkeitsstörung zeigen). In einigen aktuellen Quellen findet man Hinweise auf neue Therapieformen,
die deutlich höhere Heilungschancen versprechen. Ob sich dies bestätigt bleibt abzuwarten.
Dennoch führen viele Borderliner (gegebenenfalls mit Unterstützung einer begleitenden Psychotherapie) ein
über weite Strecken relativ "normales" Leben. Dabei können aber gelegentlich auch stationäre Therapien
notwendig werden.
Eine besondere Gefahr ergibt sich für Borderlinepersönlichkeiten aus ihrer Neigung zu selbstschädigendem
Verhalten. So können z. B. massiver Alkohol-/ Drogenmissbrauch, Essstörungen, Selbstverletzungen oder
Suizidversuche immer wieder die Gesundheit oder sogar das Leben der Betroffenen gefährden.
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